Gebrauchshundesport (Ghd)


Warum gerade Gebrauchshundesport (Ghd)?

Der Schutzhundesport gilt als älteste Hundesportart und gilt als "Königsdisziplin der Hundearbeit"!

Die Ausbildung zum Gebrauchshund war früher unter dem Begriff  "Schutzhundeausbildung" bekannt.
Während beim Turnierhundsport Hunde aller Rassen und Größen - vom Pekinesen bis zur Dogge - mitmachen können,
ist die Ausbildung zum Gebrauchshund naturgemäß eher für die größeren Rassen geeignet.
Die Ausbildung ist sehr vielseitig. Der Hund wird sowohl geistig als auch körperlich gefordert und gefördert.
Ziel der Gebrauchshundeausbildung ist ein ausgeglichener, belastbarer und selbstsicherer Hund mit unbedingtem
Gehorsam und einer starken Bindung zu seinem Hundeführer.

Was macht man beim Gebrauchshundesport?

Der Gebrauchshundesport gliedert sich in folgende 3 Disziplinen:

Fährtenarbeit

Unterordnung

Schutzdienst

Es gibt 3 Prüfungsklassen (IPO 1, IPO 2, IPO 3), die sich in ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden.

Unsere Ghd Übungswarte

P9277614 P4057980 P4057957
1. ÜbungswartThomas Weiß
Schutzdiensthelfer

09281-821412
0179-4552298Unknown
2. Übungswart, Benjamin Giegold
Schutzdiensthelfer
0178-4773291Unknown
Übungswart, Silke Weiß
Unterordnung
09281-821412
0176-80041202
Unknown
           
 Übungswart, Nina Weiß
Fährte, Unterordnung
09281-821412
Unknown
Übungswart, Martina Monien-Zeh
Unterordnung
 

Gebrauchshundesport Disziplinen

IPO-Prüfung

Fährtenarbeit

Die Fährtenarbeit umfasst:

Bei der IPO 1:
Suchen einer 20 Minuten alten Eigenfährte von 300 Schritt Länge mit 3 Schenkeln und 2 Winkeln von ca. 90 Grad
Suchen und Verweisen von 2 dem Hundeführer gehörenden Fährtengegenständen.

Bei der IPO 2:
Suchen einer 30 Minuten alten Fremdfährte von 400 Schritt Länge mit 3 Schenkeln und 2 Winkeln von ca. 90 Grad
Suchen und Verweisen von 2 vom Fährtenleger gelegten Fährtengegenständen.

Bei der IPO 3:
Suchen einer 60 Minuten alten Fremdfährte von 600 Schritt Länge mit 5 Schenkeln und 4 Winkeln von ca. 90 Grad
Suchen und Verweisen von 3 vom Fährtenleger gelegten Fährtengegenständen.

Unterordnung

Die Unterordnung bei IPO 1 umfasst:

Freifolge, Prüfung der Schußgleichgültigkeit, Sitz aus der Bewegung,
Ablegen in Verbindung mit Herankommen, Bringen eines Bringholzes auf ebener Erde,
Bringen eines Bringholzes über Hürde, Bringen eines Bringholzes über Schrägwand,
Voraussenden mit Hinlegen, Ablegen unter Ablenkung.

Bei der IPO 2 kommt zusätzlich noch das Steh aus der Bewegung hinzu.
Bei der IPO 3 das Steh aus dem Laufschritt dazu.

Schutzdienst

Der Schutzdienst umfasst:

Bei der IPO1:
Revieren nach dem Schutzdiensthelfer über 2 Verstecke
Stellen und Verbellen des Schutzdiensthelfers
Verhinderung eines Fluchtversuches
Abwehr eines Angriffs während der Bewachung
Abwehr eines Angriffs auf den Hund aus der Bewegung

Bei der IPO 2:
Revieren nach dem Schutzdiensthelfer über 4 Verstecke
Stellen und Verbellen des Schutzdiensthelfers
Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers
Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase
Rückentransport
Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport
Angriff auf den Hund aus der Bewegung

Bei der IPO 3:
Revieren nach dem Schutzdiensthelfer über 6 Verstecke
Stellen und Verbellen des Schutzdiensthelfers
Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers
Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase
Rückentransport
Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport
Angriff auf den Hund aus der Bewegung


 Fährtenarbeit

♣ Was ist eine Fährte?

♣  Welche Voraussetzungen sollten Hund und Hundeführer mitbringen?Bildschirmfoto 2016-07-22 um 13.19.18

♣  Welche Methoden gibt es in der Fährtenarbeit?

♣  Was benötige ich für eine Fährtenarbeit?

♣  Was muss ich bei der Fährtenarbeit beachten?

♣  und, und, und ???

Viele Fragen, die sich einem stellen können, die wir Ihnen gerne beantworten werden.

Schaut man einem ausgebildeten Fährtenhund bei seiner Arbeit zu, kann man sich als Laie nur wundern, wo und
wie der Hund sich im Gelände bewegt und warum er sich dann plötzlich hinlegt oder hinsetzt.

Ohne Hintergrundwissen für die Fährtenarbeit kann man überhaupt nicht einschät- zen, welche Anforderungen
der Hund bei seiner Arbeit zu bewältigen hat bzw. wel- che körperliche und mentale Kondition der Hund mitbringen
und einsetzen muss, um die ihm gestellte Aufgabe meistern zu können.

Bereits ab Welpenalter kann mit der Fährtenarbeit begonnen werden. Aber auch älte- re oder körperlich beeinträchtigte
Hunde können durch diese Arbeit mental gefordert und körperlich ausgelastet werden.
Denn für den Hund ist die Fährtenarbeit Hochleistungssport.

Bei unserer Art der Fährtenarbeit suchen die Hunde mit tiefer Nase die Bodenverletzungen ab und zeigen dadurch an,
wo eine Person (der Fährtenleger) gelaufen ist und was dieser auf seinem Weg verloren (Gegenstand) hat.

Um einen Hund zum Suchen zu motivieren, kann man verschiedene Triebe ausnützen, z. B. den Meutetrieb
(Rudel), Spieltrieb (Ball) und den Selbsterhaltungstrieb (Hunger). Wir arbeiten mit Futter über den Selbsterhaltungstrieb.

Wenn sich im Laufe der Übungsfährten herausstellt, dass die Sucharbeit Hund und Mensch Spaß macht, kann man sich
Gedanken machen, vielleicht auch einmal eine Fährtenprüfung abzulegen.
Hierfür ist neben der Mitgliedschaft im Verein ein abgelegter Sachkundenachweis für den Zweibeiner sowie eine
Begleithundeprüfung für den Vierbeiner Grundvoraussetzung.

Die Prüfungen gliedern sich in insgesamt fünf Schwierigkeitsstufen:

Fährtenprüfung 1 (FPr 1)
Die etwa 300 Schritte lange Fährte, die vom Hundeführer selbst gelegt wird (Eigenfährte), beinhaltet zwei 90°-Winkel.
Auf der Fährte werden zwei dem Hundeführer gehörende Gegenstände abgelegt.
Die Fährte „liegt“ zwischen Legen und Suchen 20 Minuten.

Fährtenprüfung 2 (FPr 2)
Die Fährte ist mindestens 400 Schritte lang und wird von einer fremden Person (Fremfährte) gelegt.
Auch diese Fährte beinhal- tet zwei 90°-Winkel und zwei zu verweisende Gegenstände.
Die Fährte „liegt“ zwischen Legen und Suchen 30 Minuten.

Fährtenprüfung 3 (FPr 3)
Diese Fährte ist mindestens 600 Schritte lang und wird ebenfalls von einer fremden Person mit vier 90°-Winkel gelegt.
Vom Hund sind hier drei Gegenstände zu verweisen, die auf dem 1. und 3. Schenkel sowie am Schluss liegen.
Die Fährte „liegt“ zwischen Legen und Suchen 60 Minuten

Fährtenhundprüfung 1 (FH 1)
Die Fährte ist mindestens 1.200 Schritte lang, beinhaltet sechs 90°-Winkel und „liegt“ mindestens 3 Stunden.
Auf der Fährte werden vom Fährtenleger vier Gegenstände auf dem 1., 3. und 5. Schenkel sowie am Schluss abgelegt.
Die Fährte wird eine halbe Stunde nach dem Legen auf zwei Schenkeln von einer dritten Person gekreuzt, der sog. Verleitung

Fährtenhundprüfung 2 (FH 2)
Diese Fährte ist mindestens 1.800 Schritte lang, beinhaltet sie- ben 90°-Winkel, zwei Spitzwinkel und einen Bogen.
Die Fährte „liegt“ mindestens 3 Stunden. Auf der Fährte werden sieben Gegenstände abgelegt und eine halbe Stunde vor
dem Suchen von einer dritten Personen auf zwei Schenkeln gekreuzt.

In allen fünf Prüfungsstufen kann der Hund die Gegenstände entweder im Sitz, im Platz oder im Steh verweisen.
Gesucht wird jeweils an einer 10 m langen Fährtenleine.
Konnten wir Ihr Interesse wecken?

Wir bieten Interessierten gerne einen Schnupperkurs an, der neben zehn Übungseinheiten
auch einen Theorieteil umfasst.

Hier Beispiele von Fährtenformen in FPr 1 bis 3 sowie FH 1 und FH 2:

fährte-ghd fh


hund100x90Die Begleithundprüfung

Um an einer Begleithundprüfung teilnehmen zu können, muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein.
Außerdem muss er gechippt oder tätowiert, gültig geimpft und versichert sein. Voraussetzungen für den Hundeführer ist die
Mitgliedschaft in einem vom VDH anerkannten Hundeverein – beispielsweise in Mitgliedsvereinen des Bayerischen
Landesverbands für Hundesport (BLV) dem wir angehören.

Alle Teile der Begleithundprüfung bauen aufeinander auf, so kann man zur Unbefangenheitsprobe nur antreten, wenn man zuvor den
Sachkundetest bestanden hat. Zum Schema kann man nur antreten, wenn der Hund die Unbefangenheitsprobe besteht und das
Bestehendes Schemas ist Voraussetzung für die Teilnahme am Verkehrsteil.

Sachkundetest

Der Sachkundetest besteht aus einer Auswahl von Fragen, die dem BH Fragenkatalog der VDH Prüfungsordnung entnommen sind.
Die Fragen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Bereichen des Hundewesens:

Komplex A: Allgemeine Fragen zum Thema Hund (…im Alltag, Rassemerkmale, Abstammung,…)
Komplex B: Kynologische Fragen (Läufigkeit,…)
Komplex C: (Ver-) Ordnungen
Komplex D: Strukturen
Komplex E: Fragen zur BH

Für die Beantwortung des Sachkundetests haben Prüflinge ca. 20 min Zeit.
Ein erfolgreich abgelegter Sachkundetest ist erforderlich,um für den praktischen Teil antreten zu können.

Unbefangenheitsprobe

Hierbei wird überprüft, ob der Hund unbeeindruckt auf fremde Situationen und Menschen reagiert.
Außerdem überprüft der Leistungsrichter an diesem Punkt die Chipnummer des Hundes mit einem Chiplesegerät.
Der Hund darf weder ängstlich, noch aggressiv reagieren.

Begleithundprüfung – Schema

Der zweite Teil der BH besteht aus dem Ablauf eines Schemas, welches sowohl mit, als auch ohne, Leine abgelaufen werden muss,
sowie einer Ablage des Hundes. Es befinden sich immer zwei Teilnehmer mit ihren Hunden auf dem Platz.
Während einer läuft, wird der andere Hund in die Ablage gelegt. Inhalt des Schemas sind Rechts- und Linkswinkel, Sitz ohne Kommando,
das Durchlaufen einer Menschengruppe mit Absitzen des Hundes, Sitz und Platz mit Hörzeichen und anschließendem Abrufen des
Hundes in den Vorsitz. Mit dieser letzten Übung wechseln die Teilnehmer, der Hund der zuerst gelaufen ist, wird nun abgelegt, während
der andere Hund sich in die Grundstellung begibt und nun seinerseits das Schema läuft.
Für die einzelnen Aufgaben werden Punkte vergeben,nach denen sich das Bestehen der Prüfung richtet.

laufschema

Verkehrstauglichkeit

In diesem letzten Teil wird überprüft, ob der Hund nur auf dem Platz hört, oder ob auf ihn auch in alltäglichen Situationen Verlass ist.
Inhalte dieses Prüfungsteils sind u.a. die Begegnung mit Joggern, Fahradfahrern, Autos, das Überqueren von Straßen, sowie die
Begegnung mit Menschengruppen.

Wurden alle Abschnitte der Begleithundprüfung erfolgreich absolviert, wird das Bestehen der BH in die Leistungsurkunde des
Hundes eingetragen und der Hundeführer kann mit seinem Hund nun auf Wettkämpfe in diversen Hundesportarten
(z.B. GHD oder Turnierhundesport) antreten.

Übungszeiten:

Dienstag ab 18.00 Uhr (Team GHD)

Prüfungsvoraussetzungen:

Hund muss mindestens 15 Monate alt sein

Für den Hund muss rechtzeitig eine Leistungsurkunde über den Verband bestellt werden.
Diese kostet einmalig 12 €. In einer Leistungsurkunde wird als erstes die BH und als Folge alle Ergebnisse von Turnieren
von diesem Hund dokumentiert. Für jedes Erweiterungsblatt ist mit 5 € zu rechnen.
Hundeführer muss Mitglied in einem VDH angeschlossenen Verein sein.

Übungszeiten

Dienstag:
bis 18:30 Uhr Unterordnung
ab 18:30 Uhr Schutzdienst

Freitag:
Fährte nach Absprache
bis 18:30 Uhr Unterordnung
ab 18:30 Uhr Schutzdienst

Sonntag:
Fährte nach Absprache
09:00 Uhr Unterordnung
ab 10:30 Uhr Schutzdienst
12:30 Uhr Mittagessen


tatze2

Kalenderübersicht

GHd - Kalender

tatze2

Prüfungen

Für eine Teilnahme bitte bei Birgit melden, verspätet eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden !
Irrtümer und Änderungen vorbehalten !

Datum:    Info: Meldung bis: Bilder: Ergebnisse: Berichte:
09.04.16 BPSV Hof BH 02.04.16
24.04.16 BPSV Hof BH, IPO, FH Pic40x40 poki40x40 --
22./23.10.16 BPSV Hof VM dok40x40

Bilder und Berichte

 Bilder  Bericht
Fährtenseminar 2017
 Bildersammlung aus 2016

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